FC Planlos '05 Karlsruhe » Eine späte Jahresabschlussbilanz


Passau – Es ist ruhig geworden um den FC Planlos. Im Januar des neuen Kalenderjahres hat er die Schlagzeilen anderen überlassen. Während die Sportwelt über Pep Guardiolas Verpflichtung der Bayern oder über ein Wrestlemania Mainevent zwischen Brock Lesnar und Joseph Ratzinger spekuliert, reflektiert der Planlose FC die eigene Entwicklung.

2012 war ohne Zweifel ein Jahr voller Kontroversen. Auf der sportlichen Seite konnten die Erfolge von 2011 zwar nicht erreicht, aber durchaus an diese angeknüpft werden. Mit einem zweiten Platz beim Turnier der JU und als jeweils Drittplatzierter bei der Hobby-WM und der Copa de Karlsruhe kann sich der Vorstand zufrieden geben. Es fällt auf, dass sich das Team zu einer ernsten Bedrohung im badischen Raum entwickelt hat, an dem seit der goldenen Saison von 2011 kein Vorbeikommen mehr ist. Damit muss der FC Planlos auf dem Zettel eines jeden Vereins stehen, der im Kreis Karlsruhe mit Siegesambitionen antritt.

Da bisher noch keine Satzung vorgestellt wurde, musste das Thema einer Eintragung des Vereins vorerst vertagt werden. Dennoch hat der Verein mit der Einführung von Mitgliedsbeiträgen einen großen Schritt in Richtung seiner Institutionalisierung gemacht. Paolo R. hat das Vertrauen ausgesprochen bekommen, sich der finanziellen Situation des Vereins anzunehmen. Und zum Erstaunen aller Mitglieder sind fragwürdige Investitionen à là „Black Label“ bislang erspart geblieben, wobei das lediglich für die Vereinskasse gesagt werden kann.

2012 bekam die Drogenthematik einen erneuten Anstoß. Dabei bekleckerten sich die Legionäre Max G. und Max R. nicht gerade mit Ruhm, als sie entgegen der Drogenpolitik des Vereins alkoholisiert zur Teambuildingmaßnahme des Fußballgolfens erschienen. Ebenfalls fragwürdig und noch immer in der Debatte (Stichwort: „Svobodoper“) ist der Einsatz von leistungssteigernden Mitteln, mit denen sich Roman S. Vorteile beim Karlsruher Halbmarathon erschlichen haben soll. Als positives Beispiel bewiesen hingegen die Vereinsmitglieder einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Alkohol bei der versöhnlichen Weihnachtsfeier in der Karlsruher Innenstadt.

Überhaupt haben sich die Aktivitäten des Vereins in die breite Entwickelt. Mit dem genannten Halbmarathon, Radtouren, Wintersport und Fifa-Turnieren sind die Kompetenzen des Vereins ausgeweitet worden. Zudem unterstreichen die gemeinsam verbrachten Weihnachtsfeiertage, dass sich der Verein um eine Familiäre Atmosphäre bemüht. Entsprechend dieser attraktiven Bereicherungen sind alle Mitglieder dem Verein treu geblieben und konnten zahlreiche Angebote aus dem Ausland ausschlagen. Grenzwertig provokant verhielt sich die Formation um die Tunggul-Familie, die sich erlaubte, Robert B. abbremen zu wollen. Robert B. ließ sich davon so wenig beeindrucken, wie von der erdrückenden Niederlage gegen den befreund-feindete Tunggul-Clan im Halbfinale der Copa de Karlsruhe. Um besagte Partie ranken sich seit den Ermittlungen der Europol – im größten Sportwettskandal der Fußballgeschichte – ohnehin Bestechungs- und Korruptionsgerüchte.

Schließlich bleiben die „Agenda e.V.“ und eine Stabilisierung der Disziplin die Hauptthemen des adoleszenten Vereins der im Jahr 2013 ein weiteres Kapitel der Selbstfindung vor sich hat.

Das war Greg Brudette, FCPN, irgendwo in Niederbayern.

2 Comments »

  1. good job greg!

    Comment by marco — February 13, 2013 @ 19:34

  2. 2012 war stark und 2013 wird noch stärker. ich werde das gefühl nicht los, dass der sportliche erfolg quasi von alleine kommt und andere dinge mehr und mehr im vordergrund stehen. wie greg schreibt werden wir breiter in jedem sinne! unsere einzelspieler bilden sich in ihren “studiteams” weiter aus und der fcp profitiert im stillen.

    das wintererlebnis will ich noch zu keiner fcp disziplin ernennen, jedoch haben der halbmarathon und fifa neue sportliche (wettbewerbs-)möglichkeit aufgezeigt. Die radtour setzt dem ganzen kulturell und sozial die krone auf.

    wenn wir es jetzt noch nach freiburg schaffen und lukas aka “in-8-semestern-hät-ich-nicht-so-viel-trinken-können-wie-in-13″ unterstützen, zeigen wir auch noch die angedrohte kontinuität und rocken die 21km danach karlsruhe.

    a dream comes true – fcp bald als e.V. – please !

    Comment by djsvobi — February 14, 2013 @ 20:41

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